Gesagt, getan – letztes Wochenende hat tatsächlich den Beginn eingeläutet. Wovon weiß ich noch nicht genau, aber Buddhismus hat mir als Einstieg sehr gut gefallen. Der Kern dieser Lehre, dass sich das menschliche Leben im Prinzip nur ums Leiden dreht, entfaltet allerdings nur mit etwas Verzögerung ein wohliges Gefühl von Zuversicht und Gelassenheit. Dem Leiden als Charakterzug menschlichen Seins muss ich dennoch intuitiv einfach zustimmen. Mit dem Verlassen des sicheren Mutterleibes beginnt es für jeden und am Ende erwartet uns unumstößlich der Tod. Die lange Phase dazwischen ist gestreckt mit sozialer Anpassung und dem kampfhaften Streben nach Besserem. Auf den Gewinn von Freund- und Partnerschaften folgt oft genug wieder deren Verlust. Natürlich gibt es neben dem Leiden auch Freude, doch ist man nicht immer über irgendetwas unglücklich und fehlt einem nicht immer etwas, egal ob arm oder reich? Besitzt man kein Handy, so möchte man eines. Hat man eines, möchte man ein besseres. Hat man das bessere, entdeckt man das iPhone, und selbst dieses wird jedes Jahr noch neu erfunden.
Das ist also die erste noble Wahrheit des Buddhismus: Leben ist Leiden. Nun aber der Trick dabei: Loslassen, nicht die ganze Zeit wollen. Im Extrem bedeutet das sich von allem materiellen Eigentum zu trennen. Oder etwas milder ausgedrückt soll das Materielle einen geringeren Stellenwert einnehmen als es das normalerweise in unserem hektischen Leben tut. Denn was eigentlich glücklich macht ist soziales Miteinander. Etwas poetischer wäre es zu sagen: Liebe geben und Liebe empfangen. Beim Buddhismus geht es auch nicht um einen Gott, wie man es bei einer Religion erwarten würde, sondern um genau dieses menschliche Miteinander und wie es harmonisiert werden kann.
Worauf Buddhismus ebenfalls Wert legt ist das Zusammenspiel und die Verbundenheit von allem. Ein Glas Wasser ist somit nicht einfach nur ein Glas Wasser, sondern dieses Glas wurde zunächst hergestellt, Sand wurde dafür von einigen Menschen gesammelt, transportiert, erhitzt, gegossen, verpackt, verkauft, gewaschen und dann mit Wasser gefüllt, das ursprünglich aus den Wolken kam, die selber wiederum z.B. in einem Kreislauf mit Verdunstung von Meereswasser stehen. Dieses Gedankenspiel kann mit allem möglichen fortgeführt werden, insbesondere aber mit Menschen - denn so betrachtet wird doch deutlich, dass wir uns alle auf verschiedenste Weisen gegenseitig beeinflussen, direkt und indirekt, positiv und negativ. Schließlich entsteht ein Netz, in dem alles Lebende und alles Materielle miteinander verbunden ist. Langsam kann ich mir auch vorstellen was das Kamasutra so reizvoll macht.
Das ist also die erste noble Wahrheit des Buddhismus: Leben ist Leiden. Nun aber der Trick dabei: Loslassen, nicht die ganze Zeit wollen. Im Extrem bedeutet das sich von allem materiellen Eigentum zu trennen. Oder etwas milder ausgedrückt soll das Materielle einen geringeren Stellenwert einnehmen als es das normalerweise in unserem hektischen Leben tut. Denn was eigentlich glücklich macht ist soziales Miteinander. Etwas poetischer wäre es zu sagen: Liebe geben und Liebe empfangen. Beim Buddhismus geht es auch nicht um einen Gott, wie man es bei einer Religion erwarten würde, sondern um genau dieses menschliche Miteinander und wie es harmonisiert werden kann.
Worauf Buddhismus ebenfalls Wert legt ist das Zusammenspiel und die Verbundenheit von allem. Ein Glas Wasser ist somit nicht einfach nur ein Glas Wasser, sondern dieses Glas wurde zunächst hergestellt, Sand wurde dafür von einigen Menschen gesammelt, transportiert, erhitzt, gegossen, verpackt, verkauft, gewaschen und dann mit Wasser gefüllt, das ursprünglich aus den Wolken kam, die selber wiederum z.B. in einem Kreislauf mit Verdunstung von Meereswasser stehen. Dieses Gedankenspiel kann mit allem möglichen fortgeführt werden, insbesondere aber mit Menschen - denn so betrachtet wird doch deutlich, dass wir uns alle auf verschiedenste Weisen gegenseitig beeinflussen, direkt und indirekt, positiv und negativ. Schließlich entsteht ein Netz, in dem alles Lebende und alles Materielle miteinander verbunden ist. Langsam kann ich mir auch vorstellen was das Kamasutra so reizvoll macht.
So viel habe ich letzten Sonntag bei einer Einführungsrede in den Buddhismus erfahren, die in einem Tempel bei mir in der Nähe gehalten wurde. Im Anschluss gab es eine Meditation, dann einen grünen Tee und einen Keks – für jeden, der wollte. Die Atmosphäre war herrlich ungezwungen. Man musste nicht länger bleiben als man wollte und es wird nicht missioniert. So war es eher ein Infoabend für Interessierte, der nun jeden Sonntag stattfinden wird. Die Meditation hat mich besonders beeindruckt, die mir nun zum ersten Mal richtig nahe gebracht wurde. Danach fühlte ich mich in der Tat noch bis zum Schlafen gehen ausgesprochen ruhig. Die Hektik, mit der ich sonst laufe, mir Tee koche und mir Sorgen mache, was ich am Abend noch alles für Dinge erledigen könnte, hatte sich in Luft aufgelöst. So sehr ich auch darüber nachgedacht hatte, meine Stimmung wollte nicht wieder in den Stressmodus umschwanken. Meine Schritte und meine Bewegungen waren bedächtiger, ich genoss die Ruhe in meiner Wohnung und den Verlauf jeder kleinen Tätigkeit, ohne sie wie sonst schnell vollenden zu wollen.
Zudem habe ich mir heute einen neuen Staubsauger gekauft. Wer das als Single-Mann schonmal gemacht hat, der weiß wie einmalig ein solches Ereignis ist. Die Recherche hat außerdem nicht wie früher bei mir zwei Wochen und diverse Exceltabellen in Anspruch genommen. Die Zeichen für einen Zeitenwandel mehren sich.

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