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Dienstag, 25. Januar 2011

A Blissful State of Mind

No phone, no disruption, no expectations. A smile, I'm free. Only my breath is audible, merging with the wind. The breeze is caressing my hair and tickling their roots. I exhale, deeply, slowly. The sound of the sea is coming closer, roaring behind the cliffs. The night's hypnotizing blackness engulfs me, now the sands fade into deep mist, only the waves keep crashing in in front of me. One step after the other, quite mechanically, I merely feel my feet connecting with the earth und leading momentum through my body. Yawning starts taking hold of me, in leisurly succession, incredibly deep, and every breath leaving my body makes me all the drowsier. I realize how I contemplate that I had completely stopped contemplating for a while. How liberating. Steadily I move through expanding clouds of tranquility, inconspicuously putting my mind at rest. It's dark and I feel settled, thoughtless. This peace has manifested itself as a soothing, calming relief, a feeling as if I was living the moment and was able to sustain its precious delicacy with tender, gentle moves and even thoughts. What a blissful state of mind.

Samstag, 22. Januar 2011

Zwitscher, zwitscher, türülürülüh

(In Englisch: twitter, twitter, chirp chirp chirp)

Hier in UK von den Nichtverstehern und prinzipiellen Oppositionellen liebevoll Twatter gekosakt (von twat = Arschloch/Depp), schließe ich mich dennoch dem Schwarm der neuzeitlichen Zwitscherer an. Als beruflicher Geek kann ich es mir schließlich grundsätzlich nie erlauben zu pauschalisieren und wie alle anderen der altmodischen Generation das Phänomen Twitter zu verurteilen ohne es jemals ausprobiert zu haben.

Mit Erstellen meines Twitter-Accounts @rezag_rats (rückwärts für stargazer - Sternengucker, was anderes war nicht mehr frei) merke ich auch schon wie der Leistungsdruck an mir nagt. Ab nun steht mein Hirn unter dem Anspruch ein stetes Feuerwerk genialer Sprüche zu zünden, mit dem mich in der Masse irritierend nichtiger Statusmeldungen noch identifizieren kann. Den Reiz des Bloggens hatte ich jedoch auch nicht verstanden bis ich es irgendwann einmal selber versucht hatte. Immerhin, nur weil es möglich war sind mein Facebook-Account und mein Blog jetzt auch mit Twitter verlinkt. Facebook, Blogs und Twitter. Komische Welt, alles muss man selber machen wenn man sich eine qualifizierte Meinung bilden will.

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Freitag, 21. Januar 2011

Jetzt bin ich groß

"Wenn ich mal groß bin will ich am Meer wohnen."

Sollte nicht unbekannt klingen. Kommt gedankenschweifenden Teenagern in geselliger Runde auch leicht über die Lippen. Volljährige Logik darauf angewandt stelle ich mich aber nun vor die Tatsache, dass ich ja mittlerweile am Meer wohne. Nicht nur das, wenn ich mich von meinem Bürostuhl auf meinem neuen Arbeitsplatz erhebe, sind es gerade mal 120 Schritte bis ich am Hafen von Poole ins Meer plumpse. Das kann doch nur heißen, dass ich jetzt groß bin. Was nur kommt bloß danach?





Montag, 17. Januar 2011

Wenn die Ruhe einkehrt

Kein Handy, keine Unterbrechung, keine Erwartung. Ein Lächeln, hier bin ich frei. Nur meinen Atem höre ich, er vermischt sich mit dem Wind. Es weht mir durch die Haare. Ich atme aus, tief, langsam. Nun höre ich auch das Meer hinter den Klippen rauschen. Bei Nacht hypnotisiert es besonders, alles um mich herum ist schwarz und in Dunst versunken, nur die Wellen schlagen vor mir auf. Ein Schritt nach dem anderen, ganz mechanisch, ich fühle nur wie mein Fuß aufsetzt und Schwung durch meinen Körper leitet. Das Gähnen überkommt mich, mehrmals nacheinander, unheimlich tief, und jedes Mal wenn ich wieder ausatme wird mein Körper spürbar träger. Ich merke, dass ich darüber nachdenke wie ich für eine Weile überhaupt nicht nachgedacht hatte. Wie befreiend das doch war. Diese Ruhe um mich herum. Und in mir. Es ist dunkel, keine Menschenseele. Die Stille empfinde ich als sanfte, beruhigende Freiheit, ein Gefühl als würde ich im Moment leben und dessen zarte Poesie durch vorsichtige, bedächtige Bewegungen und selbst Gedanken aufrechthalten können.


Dienstag, 11. Januar 2011

Nobles und Wahres

Gesagt, getan – letztes Wochenende hat tatsächlich den Beginn eingeläutet. Wovon weiß ich noch nicht genau, aber Buddhismus hat mir als Einstieg sehr gut gefallen. Der Kern dieser Lehre, dass sich das menschliche Leben im Prinzip nur ums Leiden dreht, entfaltet allerdings nur mit etwas Verzögerung ein wohliges Gefühl von Zuversicht und Gelassenheit. Dem Leiden als Charakterzug menschlichen Seins muss ich dennoch intuitiv einfach zustimmen. Mit dem Verlassen des sicheren Mutterleibes beginnt es für jeden und am Ende erwartet uns unumstößlich der Tod. Die lange Phase dazwischen ist gestreckt mit sozialer Anpassung und dem kampfhaften Streben nach Besserem. Auf den Gewinn von Freund- und Partnerschaften folgt oft genug wieder deren Verlust. Natürlich gibt es neben dem Leiden auch Freude, doch ist man nicht immer über irgendetwas unglücklich und fehlt einem nicht immer etwas, egal ob arm oder reich? Besitzt man kein Handy, so möchte man eines. Hat man eines, möchte man ein besseres. Hat man das bessere, entdeckt man das iPhone, und selbst dieses wird jedes Jahr noch neu erfunden.

Das ist also die erste noble Wahrheit des Buddhismus: Leben ist Leiden. Nun aber der Trick dabei: Loslassen, nicht die ganze Zeit wollen. Im Extrem bedeutet das sich von allem materiellen Eigentum zu trennen. Oder etwas milder ausgedrückt soll das Materielle einen geringeren Stellenwert einnehmen als es das normalerweise in unserem hektischen Leben tut. Denn was eigentlich glücklich macht ist soziales Miteinander. Etwas poetischer wäre es zu sagen: Liebe geben und Liebe empfangen. Beim Buddhismus geht es auch nicht um einen Gott, wie man es bei einer Religion erwarten würde, sondern um genau dieses menschliche Miteinander und wie es harmonisiert werden kann.

Worauf Buddhismus ebenfalls Wert legt ist das Zusammenspiel und die Verbundenheit von allem. Ein Glas Wasser ist somit nicht einfach nur ein Glas Wasser, sondern dieses Glas wurde zunächst hergestellt, Sand wurde dafür von einigen Menschen gesammelt, transportiert, erhitzt, gegossen, verpackt, verkauft, gewaschen und dann mit Wasser gefüllt, das ursprünglich aus den Wolken kam, die selber wiederum z.B. in einem Kreislauf mit Verdunstung von Meereswasser stehen. Dieses Gedankenspiel kann mit allem möglichen fortgeführt werden, insbesondere aber mit Menschen - denn so betrachtet wird doch deutlich, dass wir uns alle auf verschiedenste Weisen gegenseitig beeinflussen, direkt und indirekt, positiv und negativ. Schließlich entsteht ein Netz, in dem alles Lebende und alles Materielle miteinander verbunden ist. Langsam kann ich mir auch vorstellen was das Kamasutra so reizvoll macht.

So viel habe ich letzten Sonntag bei einer Einführungsrede in den Buddhismus erfahren, die in einem Tempel bei mir in der Nähe gehalten wurde. Im Anschluss gab es eine Meditation, dann einen grünen Tee und einen Keks – für jeden, der wollte. Die Atmosphäre war herrlich ungezwungen. Man musste nicht länger bleiben als man wollte und es wird nicht missioniert. So war es eher ein Infoabend für Interessierte, der nun jeden Sonntag stattfinden wird. Die Meditation hat mich besonders beeindruckt, die mir nun zum ersten Mal richtig nahe gebracht wurde. Danach fühlte ich mich in der Tat noch bis zum Schlafen gehen ausgesprochen ruhig. Die Hektik, mit der ich sonst laufe, mir Tee koche und mir Sorgen mache, was ich am Abend noch alles für Dinge erledigen könnte, hatte sich in Luft aufgelöst. So sehr ich auch darüber nachgedacht hatte, meine Stimmung wollte nicht wieder in den Stressmodus umschwanken. Meine Schritte und meine Bewegungen waren bedächtiger, ich genoss die Ruhe in meiner Wohnung und den Verlauf jeder kleinen Tätigkeit, ohne sie wie sonst schnell vollenden zu wollen.

Zudem habe ich mir heute einen neuen Staubsauger gekauft. Wer das als Single-Mann schonmal gemacht hat, der weiß wie einmalig ein solches Ereignis ist. Die Recherche hat außerdem nicht wie früher bei mir zwei Wochen und diverse Exceltabellen in Anspruch genommen. Die Zeichen für einen Zeitenwandel mehren sich.

Donnerstag, 6. Januar 2011

Perspektive: Alles wird gut

Noch nie hat ein neues Jahr für mich so sehr einem wortwörtlichen Neuanfang geglichen. Der Wegfall meiner Freundin, mit der ich nach England gezogen bin, hat mir mehr als erwartet den Boden unter den Füßen weggezogen. Dennoch, mein vorläufiges Fazit: Aus jedem Tal geht es auch wieder bergauf. Den dafür nötigen Schwung haben mir meine Freunde und Familie in den letzten zwei Wochen in Deutschland durch ihre Unterstützung verliehen. Nun also geht es erst richtig los mit meinem Leben im Ausland. Auf mich alleine gestellt gilt es nun neue beste Freunde auszuloten und mein Leben mit neuen erglückenden Inhalten zu füllen. Die Lektion, die ich in den letzten Monaten privat und im Beruf lernen musste, ist: Ich bin es, der etwas tun muss, wenn es mir gut gehen soll. Unterstützung zu bekommen ist schön und wundervoll, doch den letzten Schritt muss man selber gehen. Da ich nun mehr denn je meine Zukunft in meinen eigenen Händen halte, will ich den kürzlich erlebten Fall als Chance aufgreifen mein Leben aufregend zu gestalten. Viele Ideen dazu habe ich schon, aber zu viel verraten will ich noch nicht. Das neue Jahr wird sicher auch noch seinen eigenen Beitrag leisten wollen. Ich freue mich schon darauf hier davon zu berichten.